Gebärdensprachendolmetscherin begleitet das Kindertheaterfest

Elisabeth Andersohn ist 23 Jahre alt, studiert an der Humboldt-Universität Gebärdensprache, arbeitet als Kommunikationsassistentin, ist Gemeindehelferin der Evangelischen Gehörlosengemeinde Berlin und ist dort auch Mitglied im Gebärdenchor.

Sie hat vor vier Jahren angefangen, diese schöne Sprache mit den Händen zu lernen, eigentlich nur, weil sie selten und etwas so besonderes ist, was nicht so viele Leute können, wie z.B. englisch.
Sie hat sich in die Sprache verliebt, spricht sie mittlerweile öfter als ihre Muttersprache Deutsch und möchte nun Dolmetscherin werden.
Bei einer Veranstaltung im FEZ ist sie zum zweiten Mal dabei. Im April 2018 hat sie auch schon "MANOS - Das Handfest" in Gebärdensprache begleitet, so wie sie es nun auch beim Theaterfest tun wird.
Theater mag Elisabeth sehr, in welcher Sprache auch immer, besonders, wenn man dabei Schauspieler sieht, die man aus komplett anderen Rollen kennt, wie sie sich erneut in einen ganz neuen Charakter verwandeln.
Sie freut sich ganz besonders auf das Theaterfest, weil dort so vielfältige Formen von Theater gezeigt werden und weil sie weiß, was für ein Aufwand hinter der Vorbereitung aller Bühnenbilder, Kostüme, dem Text lernen und den vielen Stellproben steckt. Einmal durfte sie auch schon selbst auf der Bühne stehen: Im Mai 2017 wurde das bekannte Berliner Musical "Linie 1" in Gebärdensprache übersetzt und aufgeführt. Hunderte von Besuchern haben sich das nicht entgehen lassen. Sie hofft nun auch bei dieser Veranstaltung auf ganz viele taube und hörende theaterinteressierte und neugierige Besucher.